Köln-Immendorf
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Immendorf - ein altes Dorf in Köln

Die drei grossen Immendorfer Höfe

Grundbesitz hatten in und um Immendorf Adlige, die Benediktinerabtei Groß St. Martin, die Zisterzienserabtei Altenberg - ihr gehörte der später sog. Bitzenhof - und der Altarist von St. Johannes an der Stiftskirche St. Severin.

In adligem Besitz war der Goldschmidts- oder Zaunhof. Er gehörte im 16. Jahrhundert dem Junker von Efferen, im 17. Jahrhundert einem Dr. Goldschmidt aus Köln, im 18. Jahrhundert Franz von Becker von Haus Benesis in Köln und dessen Ehefrau Maria Ursula Walburgis von Herwegh. Deren Tochter brachte den Hof 1784 durch Heirat in den Besitz des Everhard Anton Hermann von Groote, eines Kendenicher Adeligen. Seinem Enkel, Bürgermeister von Groote von Godesberg, gehörte das Gut im 19. Jahrhundert. Es blieb der Familie bis in das 20. Jahrhundert hinein erhalten und gelangte schließlich in den Besitz der Stadt Köln. Die Gebäude des Zaunhofs, die für den heutigen Ortskern von Immendorf von unverzichtbarer historischer und städtebaulicher Bedeutung sind, wurden seit 1986 unter Wahrung denkmalpflegerischer Auflagen zu Wohneinheiten umgebaut.

Nordöstlich des Immendorfer Ortskerns gelegen, befand sich der Friedrichshof, einer der beiden Giesdörfer Höfe, ebenfalls in adligem Besitz. Obwohl diese Hofanlage bis heute eine enge Siedlungseinheit mit dem gegenüberliegenden Gillessenhof bildet und beide Giesdörfer Höfe von altersher als zu Immendorf gehörig betrachtet werden, gehört der Friedrichshof heute zum Stadtteil Rondorf. Zunächst im Besitz derer von Gail, wurde der Friedrichshof durch Verbindung dieser in Rondorf und Giesdorf begüterten Familie mit einem Freiherrn von Eynatten zum Bestandteil von dessen Familienbesitz. 1887 gehörte der Friedrichshof der Armenverwaltung der Stadt Köln; nach dem ersten Weltkrieg gelangte er in den Besitz der Familie Dr. Reyers.

Der zweite der Giesdörfer Höfe - der Gillessenhof, der auch heute offiziell im Stadtteil Immendorf liegt - war in geistlichem Besitz: Er gehörte bis zur Säkularisation der Kölner Benediktinerabtei Groß St. Martin. Im 19. Jahrhundert kam der Hof an die Familie Wery, in deren Besitz er sich noch heute befindet.

 

(Quellenhinweis)

 

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