Köln-Immendorf
  Geschichte
  Höfe
  Kirche
  Bilder
  Zahlen

Katzen


Genealogie


Gästebuch


Webmaster


Disclaimer





Immendorf - ein altes Dorf in Köln

Geschichte eines Dorfes

Immendorf liegt am Rande einer alten Rinne des Urrheins. Noch im 18. Jahrhundert, z. T. sogar noch bis in die 1920er Jahre füllten sich diese Stromrinnen mit Wasser, wenn der Rhein Hochwasser führte. Bis heute lassen sie sich im Landschaftsrelief nachweisen.

Die erste Besiedlung Immendorfs setzte am sogenannten Heidenberg ein, einer 12 - 13 m über die Umgebung aufragenden Uferböschung eines solchen alten Rheinarmes. Dort wurde auch die erste Kirche des Ortes erbaut, und dort erhebt sich die heutige katholische Pfarrkirche St. Servatius weit über das Umland.

Erstmalig erwähnt wird Immendorf in einer Urkunde von angeblich 948, in der Erzbischof Wichfried (924 - 953) erklärt, daß er den Brüdern des Kölner Severinstiftes die ebenfalls dem heiligen Severin geweihte Kirche zu "Iminethorp" geschenkt habe, damit sie "bei Tag und Nacht ohne Nahrungssorgen dem Dienste Gottes sich widmen könnten". In der lokalen Überlieferung wird eine ältere, fränkische Besiedlung am Rande des alten Rheinarmes angenommen, ferne eine im Normannensturm des 9. Jahrhunderts zerstörte Vorgängerkirche von St. Severin bzw. Servatius. Auf dem Kirchberg, dem Heidenberg, soll möglicherweise einstmals ein römischer Wachturm gestanden haben.

Über die Bedeutung des Ortsnamens liegen verschiedene Deutungen vor. Rosellen deutet das "Iminethorp" der Urkunde als Bezeichnung für das Kirchdorf "in der Mitte zwischen den anderen Hauptorten des Pfarrsprengels". Nach einer volkstümlichen Erklärung ist der Name von Imme = Biene abgeleitet. Diese naheliegende und reizvolle Version sollte als Deutung des Volksmundes nicht in Vergessenheit geraten, obwohl sie sicherlich wissenschaftlich nicht haltbar ist. Der Name geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf einen fränkischen Personennamen Immo oder Emmo zurück.

Die wirtschaftliche Grundlage des Dorfes blieb bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts unangefochten und später noch lange Zeit überwiegend die Landwirtschaft. Seit Ende des 19. Jahrhunderts trat besonders der Gemüseanbau zur Versorgung der Stadt Köln in den Vordergrund. Weinbau ist für Immendorf mindestens seit dem 14. Jahrhundert beurkundet und wurde bis ins 19. Jahrhundert betrieben. 1354 kaufte der Kanoniker von St. Severin, Robert von Deutz, Hof und Weingärten in Immendorf von den Eheleuten Ludwig Klöckner aus Immendorf.

Das Schulwesen in Immendorf geht auf Anfänge ohne eigenes Schulgebäude zurück. Seit dem 18. Jahrhundert bis 1873 gingen die Immendorfer Kinder zusammen mit denen von Höningen und Raderthal in die Schule zu Rondorf, und zwar zuerst in das alte Gebäude bei der Kapelle am Rondorfer Büchelhof, später in die Schule am heutigen Rondorfer Dorfplatz, die 1976 abgebrochen wurde. 1872 wurde in Immendorf selbst eine Schule gebaut. Sie bestand zunächst nur aus dem Gebäude, das heute, wie ein Mittelrisalit wirkend, die Gebäudeeinheit zentriert, mit einem Klassenraum und einer darüberliegenden Lehrerwohnung. 1915 wurde der Bau - für eine zweite Klasse - seitlich erweitert.

(Quellenhinweis)

 

Links

Köln
Interessantes und Informatives aus Köln und den Stadtteilen.
Wappen von Köln